Online Backup mit mozy

Gestern bin ich über einen Beitrag bei lifehacker.com gestolpert, in dem es um Online Backup auf normalem Webspace ging. Dabei wurde gewarnt, dass man die AGBs seines Anbieters genau durchlesen sollte, bevor man Daten nur zu Backupzwecken neben seinen Webseiten ablegt. Einige Anbieter verbieten dieses nämlich explizit und nehmen sich das Recht heraus, solche Daten ohne Nachfrage unwiderruflich zu löschen. Als Alternative dazu wurde mozy genannt, ein Online Backup Service.

Mit diesem hat man in der kostenlosen Home Version 2 GB zur Verfügung, seine privaten Daten zu sichern. Um was für Daten es sich dabei handelt, ist egal: Office-Dokumente, mp3, Bilder oder Videos, alles geht. Die Daten werden vor dem Senden mit einer 448-bit Blowfish-Verschlüsselung gesichert. Dabei kann man frei wählen, ob man einen Key von mozy benutzen will oder einen eigenen bereitstellt. Der mozy-Key kann dabei nie verloren gehen, für das Aufbewahren des eigenen Keys ist man natürlich selbst verantwortlich: sollte der eigene Key verloren gehen, sind auch die gesicherten Daten hin. Die eigene Privatsphäre wird respektiert, laut AGB werden die Inhalte der Dateien nie vom Anbieter betrachtet, Dateitypen und Größen eventuell schon, um technischen Support anzubieten.

Um ein Backup durchführen zu können, muss man einen Client installieren, der alle benötigten Einstellungen bietet, um gewünschte Ordner auszuwählen, Backup-Zeiten festzulegen (z.B. zu einer bestimmten Uhrzeit oder wenn der PC gerade untätig ist) und Prozess-Priorität einzustellen, um den PC während des Backups nicht komplett zu blockieren. Wenn man die Konfiguration startet, werden schon Standard-Ordner zum Backup vorgeschlagen, u.a. Outlook(Express)-Kontakte, Browser-Lesezeichen, Eigene Dateien, etc. Diese Standard Ordner sind als sogenannte Sets definiert, von denen man auch eigene anlegen kann um z.B. verteilte Ordner zu gruppieren. Nach der ersten Kontaktaufnahme mit dem Server geht der Backupvorgang dann relativ schnell, meistens nur beschränkt durch die eigene Upload-Geschwindigkeit.

Das Wiederherstellen von Daten kann bis zu 30 Tage in die Vergangenheit erfolgen. D.h. wenn man seine Diplomarbeit total zerschossen hat, das aber erst nach ein paar Tagen feststellt, kann man einfach die letzte Version wiederherstellen. Dafür stehen einem das Kontext-Menü im Explorer zur Verfügung und ein virtuelles Laufwerk im Arbeitsplatz, das alle gesicherten Ordner enthält. Falls sich die komplette Festplatte verabschiedet hat, kann man über die mozy-Webseite ein Web-Backup anfordern, das nach einer gewissen Zeit dann zum Download bereitsteht. Alternativ dazu kann man sich (gegen Entgeld) eine DVD mit den Daten zuschicken lassen.

Neben der auf 2 GB beschränkten kostenlosten Variante gibt es auch noch eine unbeschränkte für 4,95$ / Monat (Rabatt gibts, wenn man gleich ein ganzes oder zwei Jahre im Voraus bezahlt), falls man seine gesammte Foto-Sammlung sichern will. Den Speicher der kostenlosen Variante kann man auch erweitern, indem man den Service an Freunde weiterempfiehlt :). Pro weiterem User, der sich mit der eigenen Kennung registriert, bekommt man ein weiteres GB an Daten freigeschaltet.

Der Service ist nur mit dem mozy-Client nutzbar, der für Windows (2000, XP, Vista) und Mac OS X (ab 10.4) erhältlich ist.

Falls ihr euch für den Service interessiert, würde es mich natürlich freuen, wenn ihr mich als Referrer (Code: JAZYC6 oder den unten stehenden Link benutzen) angebt, damit ich neben ein paar Pdfs auch noch meine Fotos sichern kann 🙂

mozy
Lifehacker

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